Hier und da wird ein Staubflusen von der Bluse geklopft, eine Krawatte geradegerückt, ein letzter Handschlag oder ein Lächeln werden neuen Freunden zugeworfen: Die abschließende Generalversammlung der DELMUN beginnt.
Die Komiteearbeit
Seit Dienstag haben die 84 Delegierten aus der Sicht ihrer Nationen Policy Statements verfasst und kooperativ in gemeinsame Resolutionen gegossen. Den Wunsch, den die Gastredenden den Teilnehmenden mit in die Komiteearbeit gaben, nahmen diese ernst und setzten ihn um. Zu den Gastredenden zählten Deniz Kurku (Landtagsabgeordneter), Dr. Herta Hoffmann (Heimatverein Delmenhorst) sowie die Schulleitungen Dr. Erika Labinsky (stellv. für das Max-Planck-Gymnasium), Heiko Weber (IGS) und Henrik Nordmann (BBS 1).
Die Delegierten starteten mit ersten Meinungen in das Projekt, ließen sich im Verlauf aber auch überzeugen, hielten Gegenpositionen stand oder entwickelten ihre Haltung aufgrund neuer Perspektiven weiter.
Die Arbeitsgemeinschaft
Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft DELMUN traten als Staff und Chair auf. In den Verhandlungssprachen Deutsch und Englisch leiteten sie die Delegierten durch die für einige neue Welt der sprachlichen Ausgestaltung politischer Positionspapiere und der Komiteeabläufe.
Der Einsatz der etwa 20 Jugendlichen für ihre Gleichaltrigen verdient besondere Anerkennung. Er hat die Delegierten nicht nur bildungspolitisch belehrt, sondern durch den handlungsorientierten Projektcharakter auch ihre persönliche Entwicklung angestoßen.
Neben aller inhaltlichen Arbeit entstanden unvergessliche Momente und neue Bekanntschaften sowie das Gefühl, dass die beteiligten Schulen gemeinsam Zukunft gestalten können. Ein Schüler fasste es zum Projektschluss treffend zusammen: „Es ist nicht nur ein Planspiel. Was wir hier lernen, ist real.”
Rück- und Ausblick
Die betreuenden Lehrkräfte Anna Winkelmann (IGS), Patrick Mühlmeister (Max-Planck-Gymnasium) und Nils Bessert (BBS 1) blicken erfreut auf die zweite Durchführung des Kooperationsprojektes zurück. Gespannt schauen sie auf die Planung des dritten Durchgangs, die bereits nach den Herbstferien startet. Ihren Auftakt bildet eine Reflexion der jetzigen Veranstaltung.
Ein besonderer Dank gilt allen, die für eine Gastrede zur Auftaktveranstaltung angereist sind oder, wie Frau Prof. Dr. Claudia Kemfert, eine Videobotschaft beigetragen haben. In den Beiträgen wurde die Relevanz von Heimat für politische Handlungsfähigkeit in der internationalen Zusammenarbeit ebenso deutlich wie der Wert einer fundierten, durch Austausch gewonnenen Meinung.
Die Arbeitsgemeinschaft und die betreuenden Lehrkräfte danken insbesondere dem Bundesprogramm „Demokratie leben!” des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), vertreten durch Frau Anette Melerski. Erst durch dessen Förderung wurde die DELMUN in dieser Form möglich.




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